Deutsche Blitz-Mannschaftsmeisterschaft 2013 in Schwäbisch Hall: Die Stuttgarter Schachfreunde erreichen nach einigen Jahren Pause einen starken sechsten Platz.
Nach einigen Jahren Pause konnte unser Verein sich wieder für die Deutsche Blitz-Mannschaftsmeisterschaft qualifizieren. Eigentlich nicht wirklich, denn der auch nach Protest weiterhin gültige Stichkampf gegen Schwäbisch Hall ging ja verloren. Hall wiederum übernahm die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft und überließ uns den Ausrichterplatz.
Die Organisation der Meisterschaft in den Räumen der Bausparkasse war perfekt. Nach Absage von Rolf Fritsch traten wir mit der Nachwuchstruppe der ersten Mannschaft, verstärkt durch Axel Naumann als Ersatz, an.
In der ersten Runde gab es gleich gegen Baden-Baden ein 0,5:3,5. Hört sich schlimm an, entsprach aber der Vorhersage von Professor Elo. Danach hatte die Mannschaft einen Lauf. Bis zur zehnten Runde wurde nur noch ein 2:2 gegen die SG Bochum abgegeben, und auch die waren neben dem Ausrichter eine der drei ausschließlich mit Großmeistern besetzten Profi-Mannschaften.
Platz vier mit 17:3 Punkten war der Lohn zu diesem Zeitpunkt. In der letzten Runde vor der Pause gab es dann eine Niederlage gegen das dritte Topteam Schwäbisch Hall.
Nach der Pause schien erst einmal etwas Sand im Getriebe. Ein glattes 0:4 gegen die Bayern, Deutschlands stärkste Amateurmannschaft, fiel in diese Phase. Dann erholte sich die Mannschaft aber wieder und es lief auf ein Wettrennen mit dem Hamburger SK um den fünften Platz hinaus, der die direkte Qualifikation für die nächste Meisterschaft bedeutet hätte.
Leider wurde auch der direkte Vergleich mit den Hanseaten verloren und wir landeten zwei Punkte hinter ihnen auf Platz sechs. Die drei Profi-Truppen bildeten mit dem FC Bayern eine Klasse für sich und von den restlichen Mannschaften hat man nur dem HSK den Vortritt gelassen.
Bester Spieler in der Mannschaft war Igor Neyman. Er holte an Brett drei 70 Prozent der Punkte und verlor in der drittletzten Runde seine einzige Partie. Auch Mark Kvetny an vier war mit 60 Prozent gut dabei. Vorne waren die Gegner natürlich unangenehmer, aber es reichte trotzdem für Andreas Strunski am Spitzenbrett für knapp und für Jaroslaw Krassowizkij für gut 50 Prozent.
Gerd Lorscheid, Juni 2013