Diese Sonderseite sammelt die im alten Bericht enthaltenen kritischen Stellungen mit den Original-Kommentaren.
Kommentierte Stellungen aus dem Bundesliga-Wochenende 2004 in Stuttgart.
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Gegen Hübner spielte Severin Papa zur Abwechslung Slawisch und stand nach einem unmotivierten Angriff seines Gegners klar besser. Etwas vom Vorteil ließ er entgleiten; als er die Dame einstellte, stand er immer noch besser.
1… e3? 2.Sxe3 Sc3?? 3.Sf5+
Eckhard ließ die Zuschauer wieder voll auf ihre Kosten kommen. Gegen den 2650er Nikolić verschärfte er aus seinem soliden Stonewall konsequent die Stellung. Der ursprüngliche Bericht verzichtet darauf, für jedes Fragezeichen eine Verbesserung vorzuschlagen, weist aber darauf hin, dass dahinter oft große Bewertungsänderungen stehen.
1… Sf6? 2.Dg7 Ke8 3.Lf4? Dxb2? (3… Lxf2 4.Kxf2? Dxf4) 4.Lh5 Kd8 5.Sg5 Dxa1 6.Kg2
Interessant anzumerken ist auch, dass Eckhard eine knappe Stunde mehr auf der Uhr hatte. Weiter ging es wie folgt:
6… Le7 7.Ld6? Tc7?? 8.Lxe7?? Txe7 9.Dxf8 Kd7 10.Db8? Sh5 – und Schwarz war wieder am Drücker. Leider ließ er im Endspiel den Vorteil wieder entgleiten und kam über eine Punkteteilung nicht hinaus.
Andreas Reuß war nach einem schweren Saisonstart zu einem der sichersten Punktesammler der Stuttgarter geworden – reihenweise auch gegen Großmeister. Gegen Exmitglied Christian Gabriel hatte er aber eine aktivere Möglichkeit.
Statt mit 1.Se4! Lxf5 2.Sg5 Lc8 3.Dc2 den klaren Vorteil umzusetzen, spielte er sehr zahm 1.Sc4?! Sd7 2.Dd2 Kh8, und die Partie verflachte zum Remis.
Thomas Heinatz hatte gegen Naumann lange im Trüben gefischt; gerade hatte sein Gegner den Bauern auf b3 verspeist und seine Großmeisternorm schon im Trockenen gewähnt.
Aber plötzlich entdeckte er 1.Tc8!!, was nach Se7 2.Txd8 Dxd8 3.De6 die Partie auf den Kopf gestellt hätte. Thomas spielte jedoch 1.Te1 und gab wenig später auf.
Die ersten beiden Partien des Mannschaftsführers bleiben im Bericht lieber unerwähnt; die dritte bot wenigstens dem Publikum etwas Unterhaltung. In der Eröffnung hatte Schwarz einen Bauern stibitzt, den zweiten sich nicht getraut und dann eine Stellung erhalten, in der Fritz sich wohlfühlt – Computer sind da doch eigen.
1.Lc5?! Sd3?? (1… Sc4? 2.Dxa6; 1… Thd8 2.Dxa6?? Dxb3) 2.Ld4 Se5? 3.Txb7
Wie man bei dieser Stellung sieht, war Thomas Heinatz sicher nicht dafür verantwortlich, dass außer Remisen nichts Zählbares heraussprang.
1… Sd2? 2.Dg4 Lxd4 3.cxd4 Lh5 – Weiß hat riesigen Vorteil, den er noch vergrößerte, um ihn schließlich in ein Endspiel mit symbolischem Mehrbauern zu verwandeln.
Redaktionelle Neubearbeitung der Darstellung: Robert Gabriel, 2026. Die Diagrammstellungen wurden aus dem alten Bericht übernommen und als große SVG-Diagramme neu gesetzt.
Eckhard Schmittdiel erarbeitete sich gegen Anand in einem Stonewall zunächst einen Zeitvorteil und tauschte seine Schutzmauer bereitwillig, um taktische Verwicklungen zu erzeugen. Bis zum 30. Zug war alles unklar; der Computer sympathisiert sogar mit Schwarz, bevor sich die Figuren von Eckhard etwas verstrickten.
1… Sxe5 (besser Dxe5) 2.Sxe6 Df3 3.Dxf3 Txf3 4.Te1 Lf6? (besser Ld6) 5.Lg2