Senioren 2015


Die Senioren-MM wird in diesem Jahr in 2 Vorgruppen mit 4 Runden ausgetragen, gefolgt von einer Endrunde mit den 2 Ersten einer jeden Gruppe. Wir spielen erstmals seit 2004 wieder mit 2 Mannschaften und sind nach dem Rückzug der Pfullinger und Gmünder auch in der Favoritenrolle.

Finale:

Finale: SSF1 – Willsbach 2:2 (3-7)

J.Gabriel-Lang0-1
Wolf-Kolb0-1
Gerstenberger-Riedel1-0
Kozlov-Hohl1-0

Das Spiel um den 1.Platz war lange umkämpft, erst nach Berliner Wertung konnte sich Willsbach in die Siegerliste eintragen! Eine unnötige Schwächung der Königsstellung brachte Walter Wolf in nicht zu bewältigende Schwierigkeiten. Gewohnt sicher der Sieg von Heinz Gerstenberger.
Eine schöne zwingende Zugfolge zeigte Alexander Kozlov (SSF1) gegen Rudolf Hohl (Willsbach):

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8r+-wqr+k+(
7+l+-wlpsnp'
6-zpp+p+-+&
5zp-+-sN-zp-%
4Psn-zPP+-+$
3+Q+-wLNzPL#
2-zP-+-zP-zP"
1+-+RtR-mK-!
xabcdefghy


Kozlov – Hohl
1.Sxf7! Kxf7 2.Se5+ Kf8 (Kf6->Lxg5) 3.Lxe6 Lf6

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8r+-wqrmk-+(
7+l+-+-snp'
6-zpp+Lwl-+&
5zp-+-sN-zp-%
4Psn-zPP+-+$
3+Q+-wL-zP-#
2-zP-+-zP-zP"
1+-+RtR-mK-!
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Kozlov – Hohl
4. Sd7+ Ke7 5.Sxf6 Kxf6 6.e5+ Kg6 7.Lf7+ Kh6 Und nach 8.h4 mit baldigem 1-0


Nun hatte Josef Gabriel die undankbare Aufgabe mit Minusqualität nicht zu verlieren. Für die Zuschauer ging es ganz schön hin und her, letztlich musste Josef aber nach langem Spiel den Willsbachern zum erstmaligen Turniersieg gratulieren. Damit tauschen SSF1 und Willsbach die Plazierung vom Vorjahr.


Spiel um Platz 3: SSF2 – Reutlingen 2,5:1,5

Höschele-Klein1/2
Pöthig-Junginger1-0
Gackenholz-Aralbaev0-1
Rieder-Liebert1-0

Mit dem 3.Platz kann sich unsere 2.Mannschaft gleich im 1.Jahr in der Spitzengruppe etablieren!
Der Sieg wäre höher ausgefallen, jedoch hatte Friedrich Gackenholz einen schlechten Tag und gab seinen klaren Vorteil wieder ab und verlor dann noch durch einen Figureneinsteller recht unverdient. Uli Höschele, Hans Pöthig und Josef Rieder hatten die Stellung meist gut im Griff, das remis von Uli besiegelte den 3.Platz!

Ohne Niederlage in dieser Saison blieben Hartmut Schmid (3/3), Heinz Gerstenberger(3,5/5), Uli Höschele(3,5/5), Hans Pöthig (2/3) und Vadym Kaplunov (0,5/1). Beachtlich auch die 2/3 von unserem ältesten Teilnehmer Josef Rieder!
Erfreulich auch, dass sich zu jeder Runde immer 8 spielfreudige SSF-Senioren einfanden. Dass es genauso gut oder besser im nächsten Jahr läuft wünschen Euch die Mannschaftsführer Friedrich Gackenholz und Walter Wolf.



Halbfinale:

Diese Paarung SSF1-SSF2 hätten wir gerne im Finale gesehen. Die 1.Mannschaft kam zu einem schwer erkämpften 2,5:1,5 Sieg. In der Endrunde am 21.Mai in Grunbach steht damit Titelverteidiger SSF1 im Finale und SSF2 im Spiel um dem 3.Platz. Unsere Gegner werden am 30.April im Spiel WillsbachReutlingen ermittelt.

SSF1 – SSF2 2,5:1,5

J.Gabriel-Kozlov0-1
Wolf-Höschele1/2
H.Schmid-Gackenholz1-0
Gerstenberger-Rieder1-0

SSF1 spielte in der Standardbesetzung, während SSF2 ohne Oskar Mock antreten musste, der aber durch den spielfreudigen Josef Rieder ersetzt wurde. Im Nebenzimmer des Bürgerzentrums West näherten sich dadurch beide Mannschaften ein gutes Stück Richtung 500 Jahre Turniererfahrung. Dies konnte allerdings nicht verhindern, dass man den einen oder anderen Fehler beging. So gelang es Friedrich Gackenholz nicht seinen Lc1 zu aktivieren, darunter litt sein ganzer Damenflügel – ein weiterer Sieg für Hartmut Schmid. Josef Gabriel verzichtete auf positionelle Diskusionen, der Konter des solide spielenden Alexander Kozlov führte jedoch zum Figurengewinn und zum 1:1 Ausgleich. Inzwischen hatte Josef Rieder zwar die Qualität erobert, im Endspiel konnte sich aber Heinz Gerstenberger mit Läufer und 2 Mehrbauern gegen den Turm durchsetzen. Uli Höschele schickte mit ungewöhnlichen Ideen zuerst einen Läufer ins gegnerische Lager, später dann einen Springer, beide erzeugten Drohungen waren aber auch nahe dran gefangen zu werden. Walter Wolf übersah jedoch den Gewinnweg, am Ende einigte man sich auf Remis.


Spielplan Gruppe B:

SSF - SV Balingen 1    2.5-1.5
Gespielt wurde im schönen Balinger Zollernschloss. Die Balinger gingen mutig zu Werke, konnten aber nicht verhindern, dass sich nach 3 Stunden die Waage zu unseren Gunsten neigte. Ungewohnt lediglich das Ergebnis am 1.Brett, wo die Siegesserie von Josef Gabriel bei den Senioren ein Ende fand. In dynamischer Stellung griff er fehl, wonach der Gegner seinen Vorteil nicht mehr aus der Hand gab. Am Brett von Walter Wolf ergaben sich Möglichkeiten auf beiden Flügeln, der Eine drückte am Damenflügel der Andere am Königsflügel. Die Entscheidung brachte aber die Uhr als der Balinger die Zeit überschritt. Hartmut Schmid lehnte auch das 2.Remisangebot vom Gegner ab um sich wenig später auf die Siegesstrasse zu begeben. Auch Heinz Gerstenberger hatte das Spiel unter Kontrolle, versäumte es aber den Sack zuzumachen. Sein Übergang ins Endspiel war trotz Mehrbauer nicht mehr zu gewinnen, was der Mannschaft aber den Sieg sicherte.
SSF - SV Tübingen    2-2
Als die Tübinger mit nur 3 Mann antraten wurde unsererseits im Geiste schon mal ein hoher Sieg verbucht. Als ältester Schachverein Württembergs überstand der SV Tübingen 1870 dieses Jahr einige Turbulenzen und hat nun durch Abwanderungen nach Bebenhausen eine etwas dünnere Spielerdecke. Nicht so bei den SSF. Dennoch traten auch wir mit nur 3 Mann an, da gab es leider ein Abstimmungsproblem zwischen Mannschaftsführer Walter Wolf und Josef Gabriel - ist ja nur ein Spiel.
Also zusammen mit dem kampflosen Sieg von Alexander Kozlov ein frühzeitiges 1:1. Dafür hatten unsere verbliebenen Bretter jeweils ein Übergewicht von 350 DWZ-Punkten! Bei Heinz Gerstenberger mündete dies in ein ausgeglichenes Schwerfiguren-Endspiel, Walter Wolf konnte seinen Mehrbauern in ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern retten, ebenfalls remis. Also ein etwas bescheidenes 2:2.

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8-r-+-rk+(
7+l+nwq-zpp'
6-+-+-zp-+&
5+Qwl-+-+-%
4-+-+p+-+$
3+-+-zP-+-#
2PwLLsN-zPPzP"
1tR-+R+-mK-!
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Walter Wolf – Christian Schulz
Stellung nach 19… Tab8

Weiß hätte hier relativ problemlos einen 2.Bauern gewinnen können: 20.Sd2xe4 Lb7xe4 21.Lc2-b3+ Kg8-h8 22. Db5xd7 mit Gewinnstellung.
Es folgte stattdessen 20.Sd2-b3 Lc5-d6 21.Sb3-d4 De7-e5 Nach Damentausch war der Gewinn schon etwas weiter weg und versandete zum remis.
SSF 2 - SG Fasanenhof    3.5-0.5
Unsere Gegner traten mit nur 2 Spieler an. Schaut man sich die DWZ der Fasanenhofer an, so hatte das wohl kaum Einfluss auf das Ergebnis. Also kampfloser Sieg für Hartmut Schmid und Heinz Gerstenberger und gleich noch ein kampfloses Remis von Josef Gabriel hinterher. So kam es nur zu einer ausgetragenen Partie die Walter Wolf bei unerwartet starker gegnerischen Verteidigung nach über 4 Stunden gewann.
SSF 2 - SC Ostfildern    2.5-1.5
Spannende Ausgangslage - wer verliert ist ausgeschieden. Walter Wolf spielte ungewohnt passiv. Sein Gegner Eduardo Diaz (früher SSF) nahm die Einladung zum Königsangriff an und kam zu einem Kurzsieg. Noch spannendere Ausgangslage. Nun kam aber die Stunde der Routiniers Josef Gabriel und Hartmut Schmid. Beide hatten inzwischen eine Druckstellung erreicht. Dies erhöhte die Fehlerquellen bei den Gegnern, Qualitätsgewinn für Hartmut, Durchbruch in der f-Linie für Josef, und schon stand es 2:1 für uns. Nun musste Brett 4 die Entscheidung bringen.



Eine geschlossene Stellung wie sie Heinz liegt, sein Gegner spielte notgedrungen auf Sieg. Nach aber 5 Stunden Spielzeit Mehrbauer für Heinz, wenngleich nicht zu gewinnen, also das erlösende Remis!

 
  Einzelergebnisse:
 
SSF 1 1 2 3 4
1 Gabriel,Josef 0 - / 1
2 Wolf,Walter 1 / 1 0
3 Schmid,Hartmut 1 + 1
4 Gerstenberger,Heinz / / + /
5 Kozlov,Alexander +

 
 
Tabelle:
 
Stuttgarter SF     2.5 2.5   2 3.5 7 10.5
SV Reutlingen     2 2.5 3 2   6 9.5
SF Ostfildern 1.5 2     3.5   4 5 11
SV Balingen 1.5 1.5   4   3   4 10
SV Dettingen Erms   1 0.5   4   3.5 4 9
SF Tübingen 2 2   1   4   4 9
SG Fasanenhof 0.5   0   0.5   4 2 5



Spielplan Gruppe A:

SSF 2 - SGem Vaihingen-Rohr 1    2.5-1.5
Im Vahinger Vereinsheim war die Heizung ausgefallen, dankend nahmen die Vaihinger das Angebot an im MuseO zu spielen. Oskar Mock heizte dem Gegner auch gleich ordentlich ein, erreichte rasch eine gute Stellung, die er zum ersten Punkt durchzog. Das Spiel von Uli Höschele mündete bald in ein Remis. Originalton Friedrich Gackenholz zu seinem Spiel: „Meinen Gegner Hanno Dürr, der lange unser Vorsitzender war, kenne ich bereits aus Studentenzeiten in den 1960ger Jahren bei den Freiburger Schachfreunden. Wir haben manche Partie gewechselt. Dieses Mal geriet ich zunächst in Vorteil, ging dann aber zu forciert vor, so dass die Abwicklung in ein Remis mündete“.
Alexander Kozlov stand immer druckvoll, sein Gegner verteidigte sich aber zäh und konnte letztlich ewiges Schach erreichen. Insgesamt ein guter Start in die Saison und ein guter Einstand der Neu-Senioren Oskar Mock und Alexander Kozlov!
SSF 2 - Heilbronner SV    2.5-1.5
Auch Spieler mit einer DWZ von 2245 sind gegen Fehler nicht gefeit. So kam Oskar Mock durch einen Überseher des Heilbronner Spitzenspielers Ulrich Schulze zu einem Figurengewinn , worauf Schulze sofort aufgab. Damit war der Wettkampf bereits praktisch entschieden. Die anderen Heilbronner Spieler bemühten sich – allerdings vergebens – um eine Ergebnisverbesserung. Uli Höschele führte ein Endspiel mit Mehrbauer herbei, in dem er angesichts ungleicher Läufer aber nicht weiterkam. Ich konnte einen Angriff am Königsflügel abwehren, landete dann in einem total remislichen Endspiel. Hans Pöthig baute eine siegverheißende Stellung auf, die allerdings noch ein langwieriges Spiel erfordert hätte.
Nach der ersten Zeitkontrolle bei 90 Minuten (erstmals spielen die Senioren nach dem Fischer-Modus) stellte sich allerdings heraus, dass die elektronischen Uhren der Heimmannschaft falsch programmiert waren. Die Uhren blieben bei 0 einfach stehen; eine Korrektur hätte der Heimmannschaft offenbar große Schwierigkeiten mit offenem Ausgang bereitet. Angesichts des sonnigen Samstagnachmittags und der zeitaufwendigen Heimreise von Heilbronn einigten wir uns daher, die Bretter 2 bis 4 remis zu geben.
Die mangelhafte Vorbereitung der Heilbronner auf die elektronische Zeiterfassung ist allerdings nicht in Ordnung. Ich beabsichtige, darüber den Seniorenwart Herrn Krüger und den Verbands-Spielausschuss zu unterrichten. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Ergebnisse der einzelnen Spiele nicht so klar gewesen wären. Spielabbruch? Protest? Wiederholung? Wertung für die Heimmannschaft zu Null?

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8-+-+-+-+(
7zp-+-+-zpp'
6-+-mk-zp-+&
5+p+Lzp-+-%
4-+-wlP+-zP$
3+-+-+-zP-#
2P+R+KzP-+"
1+-+-+-+r!
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Oskar Mock – Ulrich Schulze
Stellung nach 33.Ld5

Der aus dem Badischen kommende Ulrich Schulze ist bei uns vielleicht nicht so bekannt, ist aber zweifellos ein spielstarker Senior mit IM-Titel! Hier hatte er allerdings einen Black-Out mit 33...Lxf2 und gab nach 34.Tc6+ auf, was Oskar Mock zum Gewinner des Tages machte! Mein Fritz11 schätzt die Diagrammstellung mit -0,7 für Weiß ein, unbequem aber mit brauchbaren Remis-Chancen!? Zur Not hätte ja Hans Pöthig seine vorteilhafte Stellung noch weitergespielt.
SSF 2 - TSV Willsbach    2-2
Mit diesem Ergebnis in dem wegen unseres Turniers am 23. Januar vorgezogenen Wettkampf ist der erste Platz in der Gruppe A der Seniorenmannschaftsmeisterschaft weiter offen. Allerdings hatten wir dabei gegen die nach DWZ stärkeren Willsbacher Glück; plötzlich klingelte bei dem Gegner von U. Höschele, der eher schlechter stand, laut und vernehmlich dessen Handy, was ich bei einem Mannschaftskampf noch nie erlebt habe. Also 1 : 0 ! Oskar Mock geriet nach einer taktischen Ungenauigkeit mit Figurenverlust (Turm gegen zwei Figuren) rasch auf die Verliererstraße; mir gelang eine gute Angriffspartie, mein Gegner hatte zum Schluß die Wahl zwischen Matt und Figuren- und Qualitätsverlust. A. Koslov kämpfte lange, erlag aber letztlich dem Angriff seines Gegners.
Insgesamt können wir mit dem bisherigen Ergebnis der Gruppe A der Senioren zufrieden sein. In der vierten und letzten Runde erwarten wir eine der schwächeren Mannschaften. Vielleicht können wir dann bei einem hohen Sieg nach Brettpunkten die vor uns liegende Mannschaft von Willbach noch einholen. Die Endrunde ist bereits mit 5 Punkten sicher. Dann ein Stuttgarter Duell?

Schach hält jung! - ein Kurzsieg aus der 3.Runde
Kürzlich in einem Film sagte ein Professor bei der Pensionierung „ich bin mein Leben lang 19 Jahre alt geblieben“. Was sich Friedrich Gackenholz sagte, als er hier f5-f6 zog können wir nur vermuten ….
….vielleicht so was wie „check, check, crush, crush!?“

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8r+-+r+k+(
7zp-+w+qpzpn'
6-zpl+-+-zp&
5+-+pzPP+-%
4-+-zP-sN-zP$
3zP-+L+-+-#
2-+-+-wQP+"
1tR-+-+RmK-!
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Friedrich Gackenholz (SSF2) – Rudolf Hohl (Willsbach)
1.f6 gxf6 2. Sh5 fxe5 3.Dg3+ Sg5 4.Sf6+Kh8 5.hxg5 1-0
SSF 2 - SF Oeffingen    3-1
Ohne unsere 2 Spitzenbretter kam die Mannschaft in der Aufstellung Pöthig, Kaplunov, Gackenholz und Rieder gegen die Senioren von Oeffingen zu einem klaren 3 : 1 Sieg. Hans Pöthig und Vadym Kaplunov steuerten problemlos einem Remis zu; da hatte Josef Rieder seinen Gegner am Damenflügel bereits überspielt; Friedrich Gackenholz gewann schon in der Eröffnung eine Figur.

 
 
Einzelergebnisse:
 
SSF 2 1 2 3 4
1 Kozlov, Alexander / 0
2 Mock, Oskar 1 1 0
3 Hoeschele, Hans-Ulrich / / 1
4 Pöthig, Hans / /
5 Kaplunov, Vadym /
6 Gackenholz, Friedrich / / 1 1
7 Rieder, Josef 1

 
 
Tabelle:
 
TSV Willsbach   2 4   3 4 7 13
Stuttgarter SF 2 2   2.5 2.5   3 7 10
Heilbronner SV 0 1.5   3.5 3   4 8
SGem Vaihingen-Rohr   1.5 0.5   2 4 3 8
SC Neckarsulm 1   1 2   2 2 6
SF Oeffingen 0 1   0 2   1 3